Autor Thema: Reparieren oder Verkaufen? Suche Unterstützung im Rhein-Main Gebiet  (Gelesen 931 mal)

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Offline Uli

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Re: Reparieren oder Verkaufen? Suche Unterstützung im Rhein-Main Gebiet
« Antwort #20 am: 29. Juli 2020, 11:14:31 »
So, mal ein Zwischenbericht, da es euch interessiert (mit Einwilligung der Themeneröffnerin):


Daten:

Baujahr 2003
eine der sehr späten VOR dem Facelift
knapp 110.000 km
nächste HU im Oktober 2020
seit der letzten HU 2018 nur 700 km gelaufen, ansonsten wohl Standplatz in einem Schuppen
keine Wartungshistorie
letzter Zahnriemenwechsel unbekannt
letzte Standard-Inspektion mit Ölwechsel zur HU Oktober 2018
Reifen mit sehr gutem Profil (hab vergessen, nachzusehen wie alt)


Beobachtungen:

Der Anlass für da Thema war ja der Zustand der linken vorderen Radaufhängung. Das ist ganz offensichtlich kein "spontaner Reifenplatzer", sondern da ist jemand (Männliches! :mrgreen:) aus der Familie (NICHT die Themeneröffnerin!) richtig hart gegen einen Bordstein oder Ähnliches gerauscht und wollte das hinterher nicht so gerne zugeben.
Das muss repariert werden, damit das Auto überhaupt wieder fahrtüchtig ist.

Motor klingt gesund, allerdings kleine Ölspuren unter der Wanne.
Ölstand ist ok, Öl sieht noch gut aus, Einfülldeckel saß sehr fest (Dichtgummi fest), da ist wie zu erwarten seit 2 Jahren nichts geschehen, aber Deckel jetzt offen und innen ohne Wasserspuren oder Dreck.

Auto von unten (von den Unfallschäden abgesehen) "ohne Befund", vor allem ohne sichtbare Rostspuren (von den üblichen Spuren an der Abgasanlage abgesehen).
Auch an der Karosserie außen keinen Rost entdeckt.

ABER: In der Fahrgestellnummer-Öffnung steht zwar keine Feuchtigkeit, aber der Schaumstoff Richtung Heck ist etwas feucht.

Der rote Lack ist NICHT wie häufig ausgeblichen, hat einige kleinere Kratzer, die sich wohl auspolieren ließen, es gibt eine kleine kaum sichtbare Delle auf dem Radhaus vorne rechts (komischerweise habe ich eine solche auch an derselben Stelle an unserer Gelben noch vom Vorbesitzer - wo kommt die her??), ABER es gibt einen tiefen und 1 m langen sehr sichtbaren und sehr hässlichen Kratzer quer über die Heckklappe und das linke hintere Radhaus.

Die linke Frontscheinwerfer-Abdeckung ist wie häufig stumpf; für die HU wohl grenzwertig (bei mir bin ich damit gerade noch durch die HU gekommen, aber hier ist sie noch etwas stumpfer).

Das Verdeck ist das originale "hässliche", dem man das Alter ansieht, aber ohne Schäden.

Die Sitze sind in Ordnung.

Die "Kartentasche" in der linken Tür ist halb abgerissen, aber nicht eingerissen, muss nur wieder befestigt werden.

Insgesamt ist der B  anzusehen, dass sie lange stand und in der Zeit nicht sonderlich gepflegt wurde - mit einer ordentlichen Reinigungskur und poliertem Lack sähe sie wieder sehr gut aus.

Das Hardtop ist neuwertig, OHNE hängenden Himmel!

(Was hab ich vergessen??)


Stand der Dinge:

Die B wurde auf ADAC-Kosten auf meine Empfehlung hin in meine kleine freie Werkstatt Autoklinik Wackernheim transportiert, die sich immer mehr zum "Barchetta-Stützpunkt" entwickelt (Nein, ich bekomme von denen KEINE Fangprämie!! ;-D), und steht da jetzt.

Die Unfallreparatur wurde bereits beauftragt und die notwendigsten Ersatzteile für die Unfallreparatur sind bereits bestellt; Kostenvoranschlag bisher 800-1.000. Ob die Antriebswelle auch was abbekommen hat, ist noch offen, gegebenenfalls käme die noch dazu; eine neue Felge ist noch nicht eingerechnet.


Meine Einschätzung:

Der Unfallschaden ist ärgerlich. Aber sowas passiert und als B-Fan muss man dann halt in den sauren Apfel beißen und das reparieren lassen. Für mich stände das nicht in Frage bei diesem Auto, aber das hängt natürlich von der verfügbaren "Hobby-Kasse" ab.

Mit Zahnriemenwechsel, HU und einer einfachen optischen Aufbereitung innen und außen wäre das wieder ein sehr schönes Auto (falls sich nicht noch weitere versteckte Schäden zeigen).

Den Zustand unter der Innenwanne sollte man zusätzlich mal genauer prüfen. Und für den Kratzer sollte man eine Lösung finden - zumindest, wenn man das Auto verkaufen wollte; einen selbst muss das ja nicht unbedingt stören (naja - eine/n B-Liebhaber/in natürlich schon ;-)). Da könnten wir mal meinen Lackierer hier fragen, wie er das einschätzt.

Man könnte also mit etwas Glück mit insgesamt rund 2.000 € (ohne Kratzer) hinkommen, wenn ich das richtig sehe. Dann wäre das Auto aber in einem Zustand, in dem man es wohl sehr gut verkaufen könnte (wenn man das denn wollte).

Spätes Baujahr, vergleichsweise wenig Kilometer, kein Facelift, gut erhaltenes Rot, passendes neuwertiges Hardtop - da kann man mal gängige Marktpreise recherchieren und gegen die Kosten aufrechnen.


Was meint ihr?
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Offline sualk

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Re: Reparieren oder Verkaufen? Suche Unterstützung im Rhein-Main Gebiet
« Antwort #21 am: 30. Juli 2020, 10:07:36 »
der zustand klingt nicht so schlecht. wenn sie tatsächlich gut von der karosserie ist würden wir diese auch instandsetzen - angenommen sie wäre in unserem besitz

Offline luschipuschi

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Re: Reparieren oder Verkaufen? Suche Unterstützung im Rhein-Main Gebiet
« Antwort #22 am: 30. Juli 2020, 10:33:54 »
Für mich klar war, dass die Bella instandgesetzt wird.
Auch wenn 1000€ (plus) viel,viel Geld sind. Die Substanz scheint laut Uli ja noch ganz gut zu sein. 2 oder 3 Wochenenden und die Bella glänzt wieder im alten Lack! ;-D Das kann man alles selbst machen, wenn man es will. Und wenn man nicht weiter weiß, holt man sich Hilfe, wie jetzt mit Uli. :top: Dann sieht die Welt schon anders aus.

So hat das vermutlich auch die Werkstatt gesehen, die für das Fahrzeug 1.500€ geboten hat. Die Teile gibt´s zum EK und werden nach Feierabend eingebaut, bischen "putziputzi" und dann wird der Hobel für 4.000-5000€ als "durchreparierter" Youngtimer verkauft.

Und ganz ehrlich für 1.000€ kriegt man kaum einen fahrbaren, verlässlichen Untersatz.

Grüße aus Flensburg
Jockel
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Offline giallolino

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Re: Reparieren oder Verkaufen? Suche Unterstützung im Rhein-Main Gebiet
« Antwort #23 am: 30. Juli 2020, 10:50:08 »
Für mich klar war, dass die Bella instandgesetzt wird.
Auch wenn 1000€ (plus) viel,viel Geld sind. Die Substanz scheint laut Uli ja noch ganz gut zu sein. 2 oder 3 Wochenenden und die Bella glänzt wieder im alten Lack! ;-D Das kann man alles selbst machen, wenn man es will. Und wenn man nicht weiter weiß, holt man sich Hilfe, wie jetzt mit Uli. :top: Dann sieht die Welt schon anders aus.

So hat das vermutlich auch die Werkstatt gesehen, die für das Fahrzeug 1.500€ geboten hat. Die Teile gibt´s zum EK und werden nach Feierabend eingebaut, bischen "putziputzi" und dann wird der Hobel für 4.000-5000€ als "durchreparierter" Youngtimer verkauft.

Und ganz ehrlich für 1.000€ kriegt man kaum einen fahrbaren, verlässlichen Untersatz.

Grüße aus Flensburg
Jockel
Jockel,
so ist es wohl die richtige Einschätzung  :top:

Gruß
« Letzte Änderung: 30. Juli 2020, 13:56:11 von Uli »
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Offline _chris_

Re: Reparieren oder Verkaufen? Suche Unterstützung im Rhein-Main Gebiet
« Antwort #24 am: 30. Juli 2020, 11:15:22 »
Ich gebe mal meine Erfahrung zum Thema "Reparieren oder Verkaufen" zum Besten:

nach nun 11 Jahren im Besitz und mit in Bälde 2 Kindern, ist meine B leider nicht mehr praxistauglich, soll daher durch einen offenen 4-sitzer ersetzt werden. Also fasste ich Ende 2019 den Entschluss die B zum Verkauf anzubieten mit damals noch knarzendem Lenkgetriebe, Benzingeruch, klemmenden Haubenzug und einer abgerissenen Befestigung für das Hitzeschutzblech. Auf der Habenseite stehen und eine unfallfreie Karosse, ein wunderschönes "Rainer" Verdeck, neue Lackierung aus dem Jahr 2009 und einige DSM Goodies, zudem Einstiege und hinteren Radläufe 2009 entrostet, geschweißt und konserviert.

Haben wollte ich von Herbst 2019 bis Frühling 2020 EUR 2.900,- dafür, die zu erwartenden Reparaturkosten waren rund EUR 2.000,-. Mitgemacht habe ich mir so einiges. Viele Angebote lagen im 3-stelligen Eurobereich, eine Handvoll "bot" bis zu EUR 1.500,-. Genau 3 Interessenten kamen vorbei, wollten das Auto auch wirklich haben und wären bereit gewesen bis zu EUR 2.700,- zu bieten, was ich auch einwilligte. Kurzfristig sagten alle 3 Interessenten mit dubiosen Ausreden dann doch noch ab als es darum ging den Kaufvertrag zu zeichnen und Geld zu überweisen.

Coronabedingt dauerte es leider bis gerade eben dass ich meine B zu DSM zur Mängelbehebung bringen konnte. Mitte August habe ich den Termin zum "Pickerl" (TÜV) machen, dann inseriere ich die B erneut.

Was ich damit sagen will ist: eine B mit Mängel zu Verkaufen ist furchtbar, dafür will niemand etwas bezahlen. Wenn einem also finanziell der Schuh nicht ganz arg drückt, oder man den Stellplatz aufgeben muss, ist die Reparatur sicher immer lohnender. Ob sich eine "reparierte" B dann besser verkaufen lässt, werde ich noch herausfinden. Aber zumindest hat man bis zum Verkauf Fahrfreude  :zustimm:

LG Christian