Autor Thema: Haben sich die Längsrillen auf den Straßen vertieft??  (Gelesen 839 mal)

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Offline JRed

Re: Haben sich die Längsrillen auf den Straßen vertieft??
« Antwort #10 am: 10. September 2019, 07:07:12 »
Moin Uli

Je länger ich drüber nachdenke, umso mehr bin ich der Meinung dass es mit den Reifen zu tun hat.

Je breiter die Reifen sind, umso mehr laufen sie den Spurrillen nach.

Selbst bei dem Z4 meiner Mutter mit Tieferlegung, M Sportpaket und breiten Schluffen muss man noch höllischer Aufpassen als mit dem Bötchen.
Dass Ding läuft jeder Rille hinterher und macht bei den heutigen schlechten Straßen überhaupt keinen Spaß.

Merke :breit oder noch breiter ist kein Allheilmittel!

Gruß Ralf
MFG Ralf
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der mit der roten tanzt.

Offline oldtimer1000

Re: Haben sich die Längsrillen auf den Straßen vertieft??
« Antwort #11 am: 10. September 2019, 10:23:08 »
Moin Uli

Je länger ich drüber nachdenke, umso mehr bin ich der Meinung dass es mit den Reifen zu tun hat.

Je breiter die Reifen sind, umso mehr laufen sie den Spurrillen nach.

Merke :breit oder noch breiter ist kein Allheilmittel!



Neben der Reifenbreite können auch Distanzscheiben das Problem verschärfen. Bei der Barchetta fahre ich mit moderater Tieferlegung 205er Reifen ohne nennenswerte Probleme. Mein 124 Coupé (Bj. 1970) wird jedoch mit 205er Reifen incl. Distanzscheiben an Vorder- u. Hinterachse nahezu unfahrbar. Normal gehören da 185er "Trennscheiben" drauf. Das Hauptproblem sind aber die Distanzscheiben. Bewirken einen bombastischen Auftritt, da die Radhäuser optisch gut ausgefüllt werden, ruinieren aber das Handling völlig, besonders die an der Vorderachse. Am besten läuft das Auto mit der originalen Bereifung. Wahrscheinlich ist das bei der Barchetta nicht viel anders.
Und natürlich tragen die stets schlechter werdenden Autobahnen ihr Teil dazu auch noch bei. Neben dem Schlingern in den Spurrillen teilen auch Querrillen manchmal Schläge aus, die mich um mein Fahrwerk wirklich fürchten lassen. An manchen Stellen meiner "Hausstrecke" zwischen Leipzig und Dresden bremse ich inzwischen deutlich herunter oder wechsele sogar die Spur.

Gruß,

Micha
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Offline Uli

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Re: Haben sich die Längsrillen auf den Straßen vertieft??
« Antwort #12 am: 10. September 2019, 14:41:05 »
Erst mal  :danke: an alle, die hier mit-denken! ;-)


Aaaalsoooo:

Nein, nein, es sind schon hauptsächlich die Straßen.

Am letzten Wochenende bin ich dieselbe Strecke, wetterbedingt, mal mit dem T4 gefahren, der auf Grund seiner relativ breiten Spur und schmalen Räder wirklich nicht im Verdacht steht, sehr spursensibel zu sein (und dessen Spur erst im Frühjahr eingestellt worden ist), und die Spurrillen (Längsrillen) waren gerade auf der rechten Spur der A5 auch mit diesem Auto deutlich zu spüren.

Ich fahre die A5 seit vielen Jahren immer wieder, aber SO habe ich das noch nie gespürt wie dieses Jahr. (Vermutlich auch deswegen die Reparaturarbeiten auf der A5).

Inzwischen SIEHT man an Kuppen die eingedrückten Spuren ja regelrecht, zum Beispiel hier an der Ortseinfahrt. :shock: So schlimm war da nach meiner Erinnerung noch nie.

Übrigens auch die A45: Genauso katastrophal.


Alle anderen Aspekte mögen eine zusätzliche Rolle spielen, aber meine Fahrwerke (Gewindefahrwerk, Spurverbreiterungen, Reifen, Felgen usw.)  fahre ich ja auf beiden B's in genau dieser (von DSM wie immer mit viel Sachverstand sorgfältig zusammengestellten) Konfiguration seit inzwischen jeweils 3,5 Jahren. Daran kann es also nicht liegen. Sonst hätte ich das ja schon seit 3,5 Jahren bemerkt ...

(Reifen habe ich in der Zeit nach 2 Jahren übrigens auch schon mal gewechselt, auch das scheidet also aus, sonst hätte sich direkt danach schon etwas ändern müssen).


Kann sein, dass das Auto vorher Richtung besten Geradeauslauf eingestellt war, jetzt für besseres Einlenkverhalten.
Vielen Dank für diesen nützlichen Hinweis - DAS könnte natürlich zusätzlich eine Erklärung sein, warum die eine B nach dem Spurstangenwechsel jetzt noch etwas sensibler auf die Längsrillen reagiert.

Frage an alle:
Welche Kompromisse wählt ihr denn da so? Habt ihr Werte parat?
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Offline Frank K

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Re: Haben sich die Längsrillen auf den Straßen vertieft??
« Antwort #13 am: 10. September 2019, 18:51:00 »
Also ich kenne das Thema noch aus den 90ern, gekürzte Kolbenstangen, kürzere Federn, aufgeweitete  Radhäuser, Titanplatten am Unterboden (perfekter Funkenflug...), maximale Härte für die Zugstufe (KONI gelb), etc.

Wichtig war immer eine Vorspur von 0,5° pro Seite, den perfekten Geradeauslaufen gibt es nicht und eine Nachspüren ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll.

Hart, breit und tief lässt aber jedes Fahrwerk nervös reagieren, bei den heutigen Straßenverhältnissen um so mehr.

Ich habe das Glück, im Alltag mit einem elektronisch voll einstellbaren Fahrwerk unterwegs sein zu dürfen, somit kann ich mich zu jeder Zeit den unterschiedlichen Situationen anpassen.

Gruß
Frank
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Offline JRed

Re: Haben sich die Längsrillen auf den Straßen vertieft??
« Antwort #14 am: 10. September 2019, 21:16:49 »
Hallo Uli

Wenn man einen Stoßdämpfer über längere Zeit hart ran nimmt,dann kann der schonmal so um die 100 Grad Celsius heiß werden.
Da lässt dann auch schon mal die Dämpfung vom Öl nach und die Fuhre fängt so langsam an ein Eigenleben zu führen.

Dass sollte man auch bedenken!

Gruß Ralf

MFG Ralf
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Offline Uli

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Re: Haben sich die Längsrillen auf den Straßen vertieft??
« Antwort #15 am: 11. September 2019, 09:21:04 »
Danke!

Aber die Längsrillenempfindlichkeit habe ich schon bei noch kaltem Fahrwerk, also nicht erst, wenn ein Dämpfer heiß gefahren ist.

(Oder bezieht sich dein Gedanke auf das Lenkradwedeln im anderen Thread?)
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Offline FB183

Re: Haben sich die Längsrillen auf den Straßen vertieft??
« Antwort #16 am: 06. Oktober 2019, 01:27:31 »
Zu dem Thema Zustand der Straßen.  Die letzten heissen Sommer haben schon mächtig Spuren hinterlassen. Aber nicht allein weil der Asphalt weich geworden ist, sondern die Absenkung des Grundwasserspiegels durch die langanhaltende Trockenheit hat noch weit massivere Schäden hinterlassen. Dadurch haben sich viel Packlagen unter der Erde und auch den Fahrbahnen verschoben. Aber erfreuen wir uns doch der "schwarzen Null" die unser Finanzminister so freudig verkundet, gefestigt durch fehlende Instandhaltungen. Den Funken Ironie den ich versteckt habe müsst ihr schon selbst finden. Aber auch bei einem Auto sollte man den Verschleiss nicht vergessen und in die Erhaltung investieren wenn man es intensiv nutzt und auch weiter nutzen möchte. Breitere Reifen, grössere Felgendurchmesser sind für jedes Auto und besonders den offenen Versionen echte Beschleuniger im Weichklopfen der Karosserie.