Der Temperaturgeber ist ein NTC (leitet besser je wärmer er ist). Das bedeutet, dass die Eingangsspannung am KI (Stecker C1) bei Erwärmung des Kühlkreislaufes niedriger wird und die Nadel der Anzeige steigt .
Wenn diese Spannung nun evtl. durch eine unbeabsichtigte Lötbrücke runtergezogen oder auf ein niedrigeres Spannungspotenzial gezogen wird, weil man versehentlich eine Brücke zu einem anderen Bauteil gelötet hat, oder ein kleines Lotkügelchen sich zwischen 2 Kontakte gesetzt hat, dann könnte sich auf diese Weise ein Spannungsteiler ergeben haben, der die Eingangsspannung herabsetzt. Die Nadel würde dann, wie bei Dir, zuviel anzeigen.
Soviel zur Therorie...

Ich würde an Deiner Stelle mit gutem Licht und einer Lupe alle nachgelöteten Bereiche visuell kontrollieren, ob Du dort einen von dir eingeschleppten Lötfehler findest.
Wenn das keinen Erfolg bringt, kannst Du mit einem Multimeter von Stecker-Pin C1 auf den Eingangsanschluss der Temp-Anzeige den Widerstand messen. Er sollte nahezu "0" Ohm haben. Ebenso sollten dort an je einem Pin Durchgang zu B2 (Masse) und A7 (Plus) sein. Du musst dazu nur die 3 mit Muttern verschraubten Halter auf der Rückseite der Temp-Anzeige mit dem Messgerät kontaktieren.
Übrigens: Mir ist es schon passiert, dass ich das KI ausgebaut hatte und beim Wiedereinbau einen der 3 Stecker nicht wirklich bis zum Anschlag aufgeschoben habe, weil ich dachte, dass nach dem Einrasten der Steckerlasche der Stecker komplett drauf wäre. Das war aber nicht so, weil der Stecker, wie ich hinterher festgestellt habe, sich noch mindestens 5 mm weiter aufschieben ließ. Vielleicht guckst Du zuerst mal nach, ob sich Stecker "C" noch ein Stück auf diese Lamellen aufschieben lässt.
Viel Erfolg !

Markus