Autor Thema: Wegfahrsperre - kein Motorstart  (Gelesen 5994 mal)

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Offline alex_b66

Re: Wegfahrsperre - kein Motorstart
« Antwort #10 am: 18. November 2025, 14:01:37 »
Wenns nach Benzin stinkt, würde ich nach der Orgelei nachschauen ob die Zündkerzen nass sind.
Afaik schaltet die Wegfahrsperre nicht nur die Zündung, sondern auch die Einspritzung ab.

Also fehlt bei nassen Kerzen der Zündfunke.
Da die Sensoren auch für das Einspritzsignal benutzt werden, scheinen die (bei nassen Kerzen) zu funktionieren.

Dann würde ich nach dem Zündmodul schauen, welches das Zündsignal vom Steuergerät zu den Zündkerzen verstärkt.

Sitzt an der Motorstirnseite schlecht erreichbar bei/unterm Ansaugstutzen.

https://v4.barchetta-lexikon.de/index.php/lexikon/z/zuendspulen


Im schlimmsen Fall ist der Zahnriemen gerissen.  (Öleinfülldeckel aufmachen und schauen ob sich die Nockenwelle dreht)

Hallo Guido

Danke für den Tip mit dem Zündmodul. Vielleicht kann ich daran was erkennen. Sicherlich werde ich die Zündkerzen prüfen und wenn die wirklich nass sind und Deine Aussage stimmt, dass dann auch alle Sensoren arbeiten, ist zwar eine weitere Fehlerquelle ausgeschlossen, doch was dann?!?

Für mich ist es einfach schleierhaft, wieso sie nach einer längeren Standzeit anspringt, problemlos fährt und Stunden später blöd tut.
Marderschaden schliesse ich eigentlich auch aus, denn seit Jahren leistet mir so ein Marderpiepser im Motorraum gute Dienste. Von der Nachbarschaft höre ich immer wieder von Nagerschäden.
Da ich erst kürzlich umgezogen bin, stand die Barchetta bis dahin immer draussen auf einer schrägen Auffahrt unter Abdeckplane - Sommer wie Winter. Nun hat sie einen Garagenplatz, trocken, warm, gemütlich und zickt rum :gruebel: Vielleicht sollte ich ihr mal wieder eine Frostnacht gönnen? Gicht und Rheuma werden auch mit Cryo-Therapie behandelt :lol:
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Offline Guido R.

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Re: Wegfahrsperre - kein Motorstart
« Antwort #11 am: 18. November 2025, 23:08:37 »
Gerade nach einem Umzug, oder einer Nacht in einem anderen Mardergebiet kann gefählich sein....  (da interessiert den Marder kein piepsen, wenn ein
vermeintlicher Konkurrent in seinem Gebiet ist..)

Zahnriemen gecheckt ?
Dann eine Zündkerze raus und schauen ob Funke da ist.

Danach überlegen wir weiter.  (ohne leuchtende Motorkontrolleuchte wird eh kein Fehler im Speicher stehen)

Und Baujahr 2004 hat ja OBD 2, da geht das Auslesen ja easy...
Schönen Gruß vom Hanauerland, Guido (b-sitzer seit ´96)

Offline Ralf A.

Re: Wegfahrsperre - kein Motorstart
« Antwort #12 am: 21. November 2025, 07:49:43 »
Viele gute Beiträge, die m.E.n in die richtige Richtung zielen.

Aber bitte Vorsicht. Es gibt immer mal wieder Fälle, wo es aus nicht nachvollziehbaren Gründen die Kunststoff-Ansaugbrücke zerrissen hat.
Gerade wenn wirklich Sprit irgendwo im Motor gelangt ist, besteht diese Gefahr. Genauso ist der Kat gefährdet.

Deshalb nicht "irgendwie" weitere Startversuche unternehmen.

Wenn die Bar schon OBDII hat, investiere zumindest in den billigsten Tester. Die gibst es unter 40 Euro. Die ganz billigen schmeißen zwar lediglich einen Code raus und man muss in einer Tabelle nachschauen. Aber das ist keine funktionelle Einschränkung.
Die OBDII Spezifikationen verlangen deutlich erweiterte Diagnosefunktionen gegenüber der alte Fiat-Schnittstelle. Da bestehen Chancen.

Woher kommt der Spritgeruch? Schauen ob Zündkerzen nass sind. Zum Testen unbedingtdie Benzinpumpe stillegen, damit nicht weiter Sprit in den Motor laufen kann!
Im Sicherungsplan müsste die Sicherung für die Benzinpumpe erkenntlich sein. Diese Entfernen!
Alle Stecker der Zündspulen entfernen! nicht dass beim Testen weiter im Motor gezündet wird.
Eine Zündspule abziehen. Die Zündspulen sind über ihre Verschraubung mit der Motormasse verbunden. Wenn man diese im ausgebauten Zustand testen will, muss man eine sichere Masseverbindung herstellen.

Und falls sich der Verdacht bestätigt, dass der Motor unter Sprit steht, schauen, das man zumindest die Zylinder und Ansaugbrücke freibläst und den Motor mit stillgelegter Benzinpumpe etwas Orgeln läßt. In der Hoffnung, das der Sprit dann einigermaßen raus transportiert ist.

Gruß Ralf



 

Offline Ralf A.

Re: Wegfahrsperre - kein Motorstart
« Antwort #13 am: 21. November 2025, 08:28:02 »
Nachdem ich nochmal ein Blick in die Doku geschmissen habe, ein paar Worte zum Phasensensor:

Wenn das Steuergerät einen elektrischen Defekt des Phasensensors vor dem Motorstart festgestellt hat, wird weder gezündet noch eingespritzt.
Aber, beim normalen Startvorgang wird kurzeitig zuerst auf jeder Umdrehung eingespritzt, unabhängig vom Signal des Phasensensors.

D.H., dass wenn lediglich die Signale des Phasensensors ausbleiben, wird bei jeden Startversuch etwas Sprit eingespritzt.

Damit ist der Phasensensor nicht ganz aus den Rennen. Ein solches Verhalten kann z.B. auftreten, wenn der Zahnriemen übergesprungen ist.
Der Zahnriemen kann relativ leicht überspringen, wenn der Motor rückwärts gedreht wird.
Der Klassiker: Eingelegter Gang ohne Handbremse beim Parken. Der Vordermann stoßt beim Ausparken an und schiebt das Fahrzeug einige Zentimeter zurück.
« Letzte Änderung: 29. November 2025, 06:12:17 von Ralf A. »

Offline lurchi

Re: Wegfahrsperre - kein Motorstart
« Antwort #14 am: 21. November 2025, 19:31:48 »
Müssste man aber dann nicht doch was im Fehlerspeicher sehen..?
Solch ein Defekt wäre ja schon ein eheblicher Fehler ohne Ausfallstrategie..

Offline r_bleumer

Re: Wegfahrsperre - kein Motorstart
« Antwort #15 am: 27. November 2025, 20:37:35 »
Starte mal was langer durch, meine defekte Kurbelwellensensor gab erst nach 30 sek drehen ein fehler.

Offline lurchi

Re: Wegfahrsperre - kein Motorstart
« Antwort #16 am: 19. Dezember 2025, 14:49:50 »
Und wenn kein OBD2 gibts sicher günstig einen 3 Pin Adapter und MultiEcuScan (da reicht schon die Test Version)

Bevor ich ewig im Nebel stochere, würde ich da mal investieren, um zumindest grundsätzliche Sachen auszuschließen.

Grüsse, Lurchi

Offline alex_b66

Re: Wegfahrsperre - kein Motorstart
« Antwort #17 am: 05. April 2026, 13:57:46 »
Hallo liebe Gemeinde,

nachdem nun die Zeit mit schlechtem Wetter incl. Schnee hoffentlich definitiv zu Ende ist, wird es Zeit der Ursache auf die Schliche zu kommen. Bei einem ATU-Besuch vor ein paar Wochen zum Ölwechsel an meinem Croma fand ich so einen kleinen OBD2-Stecker, der sich dann mit dem Handy und der darauf laufenden Software verbindet. Kosten etwa 30 Euronen. Ist von der ATU-Eigenmarke Norauto.
Gestern nun hab ich das Teil benutzt; die Batterie war voll geladen, also stand einem Versuch nichts im Weg. Ich hatte ja auch die Hoffnung, dass die Diva sich nach Monaten ohne Strom nicht mehr an ihre Probleme erinnern wird und einfach so anspringt - denkste! Eine Diva vergisst eben nie! :flop:
Was soll ich sagen - Heimsuchung! Auch bei mir nun ein angeblich defekter Nockenwellensensor! Ich konnte den Fehler löschen und versuchte es nochmals - ohne Erfolg. Der Fehler war wieder da.

Also schaute ich nach Kabel und Stecker. An beidem gibt es nichts auszusetzen. Schaut alles super aus.
Nächster Test: bekommt der Sensor überhaupt Spannung? Mangels Pin-Belegung orientierte ich mich an den Farben der Kabel: rot = plus, blau ist minus und blau/grün dann wohl das Signal. Jedenfalls konnte ich zwischen rot und blau etwa 10V am Stecker, der von der ECU kommt, messen.
Ich erinnerte mich an mein Oszilloskop aus meiner Studentenzeit und wollte damit das Signal messen - wollte.... Das Oszilloskop geht zwar, aber es triggert nicht mehr - nicht mal die 12V-Spannung kann es zu irgend einer Anzeige bewegen - denke es wird Zeit für eine würdevolle Entsorgung  :flop:

Da ich ja weiss, dass der Tausch des Sensors mit erheblichem Aufwand verbunden ist, würde ich halt vorab gerne sehen, ob er wirklich kein Signal liefert. Wäre zu doof, wenn ich tausche und dann ist es doch was anderes.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass so ein Hallsensor morgens noch geht und abends keinen Wank mehr tut. Was soll schon gross daran verschleissen? Kann es tatsächlich auch nur an Schmodder im Schrankenbereich liegen? Eine Sichtprüfung hab ich noch nicht machen können, weil ja die Zahnriemenabdeckung noch drauf ist und wie wir wissen, ist das schon eine erhebliche Arbeit, die man nicht mal so schnell nebenbei macht.

Jedenfalls hab ich mir nun ein Handheld-Oszilloskop bestellt, das hoffentlich am Mittwoch ankommt und dann werde ich messen. Apropos - hat jemand die Pin-Belegung zur Hand?

Danach werde ich schlauer sein und berichten. Abhängig vom Ergebnis gibt es zweieinhalb Möglichkeiten:
1. der Sensor liefert kein Signal - defekt oder - halbe Möglichkeit - er ist nur verdreckt und reinigen hilft
2. der Sensor liefert ein Signal, was bedeutet, dass die Fehlermeldung im ECU Nonsens ist und die Suche weiter geht.

Wenn es der Sensor ist, wird es wohl auch bedeuten
- Zahnriemen und Spannrollen tauschen
- Wapu tauschen
- Phasenversteller überholen

Benötigte Teile:
Satz Zahnriemen und Rollen
Wasserpumpe
Repsatz für Phasenversteller
Klemmbaken für Nockenwellen (ich gehe nicht das Experiment "geht auch ohne" ein)

Alles für den M2-Motor und hier gleich die Frage in die Runde:
Hat das jemand schon an einem M2 gemacht und kann mir die Teilenummern geben? Bereits meine Suche nach einer WaPu war enervierend: verschiedene Hersteller, Plastik, Metall, Anzahl der Flügel am Pumpenrad.....
Selbst bei der Anzahl der Zähne für den passenden Zahnriemen gab es unterschiedliche Aussagen - daher meine Frage.

Hier noch ein Bild der Fehlermeldung:

Beste Grüsse Alex
2004er Barchetta, M2-Motor, elektronisches Gaspedal, Klima, ~170tkm